Cover vs. Original

Easy


Im Radio hört man ja fast nur noch die Coverversion von Faith No More. Das Original hingegen ist schon ziemlich alt, 1977 schrieb Lionel Ritchie den Song mit seiner Band The Commodores.
Eigentlich hat Faith No More am Lied nicht viel verändert. Ein Gitarrensolo mehr, und das war es auch schon fast. Für mich keine entscheidende Verbesserung des Songs. Meine Stimme geht an Lionel Ritchie.

Faith No More
1992

vs.

The Commodores
1977

CD-Cover: Faith No More - Angel Dust 64.5 % 35.5 % CD-Cover: The Commodores - The Real Thing
Ergebnis der Abstimmung: Cover gegen Original
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Faith No More 1433 Votes The Commodores

Kommentare zu Easy:

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Als Cover-Mucker kann ich nur sagen: Ne ordentliche Coverversion. Bei dem Stück kann man nix falsch machen, weils von Haus aus ein einfacher und doch guter Song ist.
- Mitch, Neumünster, Deutschland, 08.07.2009
Zweifellos gibt es viele sehr gute Coverversionen diverser Titel auf dem Markt. Was allerdings niemals vergessen werden sollte ist: Gäbe es das Original nicht, wäre auch nichts zu covern. Das Original macht es doch jedem Covermusiker erst möglich, mit seiner Version Erfolg zu haben. Ich sage hier mal ganz provokativ, aber nehmt das bitte nicht allzu ernst: Wem die eigenen Ideen ausgehen, der bedient sich gerne des geistigen Eigentums anderer. Musiker drücken durch ihre Songs ihre Emotionen aus und die Emotion eines Menschen kann nunmal nicht gecovert werden. Meinem Verständnis nach, sollte daher die Coverversion eines Songs erheblich vom Original abweichen. Der Coverkünstler sollte hier seine ureigene Emotion ins Spiel bringen.
Als gelungene aber umgebaute Coverversion, nach meinem Verständnis, bezeichne ich beispielsweise die von KID-Rock, dessen Grundlage hier "Sweet Home Alabama" ist.
- Shawn B., Stuttgart, Deutschland, 28.01.2009
Da muss ich meinem Heidelberger Kollegen leider widersprechen ;)

Ich muss zugeben dass ich das Original von den Commodores noch gar nicht kannte als ich die FNM Version zum ersten Mal hörte (da war ich einfach zu jung), was mein Urteil natürlich durchaus beeinflussen mag, aber ich finde durchaus dass FNM dem Song ihren eigenen Stil verpasst haben. Gerade die "heavy-typischen" Drums und das melodisch zwar fast identische, aber irgendwie "rotzig" gespielte Solo verleihen der Version einen eigenen Charakter.

Und Pattons Stimme passt einfach perfekt zu dem Song. Das Original ist ein klasse Song, keine Frage aber das Cover gehört für mich zu den besten Coverversionen der 90er.
- Thorsten, Heidelberg, Deutschland, 06.01.2009
Hm, mal sehen, das FNM-Cover:
- Keinerlei Änderung gegenüber dem Original an Text, Harmonien, Rhythmus, Songaufbau, bis auf ein ganz leicht längeres Gitarrensolo, das aber ansonsten ziemlich 1:1 nachgespielt ist - WHAT'S THE POINT? Wieso dann überhaupt covern?
- Der Schlagzeugsound (so eine Snare, schwere Becken...) ist typisch für ne heavy Band und da völlig OK, aber bei diesem Song fehl am Platz.
- Wenn man den Song sogar noch langsamer spielt als das Original, muss das Timing wenigstens richtig sitzen - aber genau das ist nicht der Fall, es "hinkt", schon beim Klavier im Intro und nach BEIDEN vorgezogenen Akzenten. Ganz generell groovt es einfach null.
Fazit: VÖLLIG überflüssiges Cover. Ich hab ansonsten keine Ahnung von Faith No More und erlaube mir ausdrücklich keine Aussage über ihre sonstigen Fähigkeiten oder ihre Musik generell. Was ich weiß ist allerdings, dass diese Single in einigen Ländern die erfolgreichste jemals von FNM war... und da stimmen dann die Relationen echt nicht mehr. Erfolg mit so einem handwerklich billigen Abklatsch schreit eigentlich nach dem Wort "Geldmacherei", aber zumindest "Schuster, bleib bei deinen Leisten" möchte man sagen.
- Flo, Heidelberg, Deutschland, 27.11.2008
Eine der besten cover Versionen! FNM hat es geschafft die Essenz des Songs rauszuholen. Auch wenn dazu nur wenig Änderungen nötig waren. Die original Version war nicht umsonst kein Erfolg.
- Laton, DE, Deutschland, 21.10.2008
Ich war damals (als Konzertbesucher) Zeuge, wie FNM den größten Teil des Konzertes mit dem Rücken zum Publikum spielten, das Publikum beleidigten ("Hi Fucking Nazis"), ins Publikum spuckten und keinen Hehl daraus machten, dass sie Deutsche scheiße finden. Da kann ich nur sagen faith "no more"!
- Beutelratte, Home of Rock´n Roll, Deutschland, 22.09.2008
Eines der grausligsten Covers die jemals nachgespielt wurden:
http://de.youtube.com/watch?v=as1Ii0OoJM0&feature=related
und: http://de.youtube.com/watch?v=O-w5EvPrIk8&feature=related
Ich finde das grenzt schon an Leichenschändung... Zu dem Zeitpunkt waren die Commodores nämlich ziemlich tot ;-)
Der Drummer von FNM prügelt viel zu unrelaxt, der Gitarrist hat einen fürchterlichen Solo-Sound, der Bass trägt nicht... insgesamt eine Nummer im shuffle-beat die aber absolut nicht swingt.. Und der Sänger wirkt auf mich wie ein Dilettant gegenüber Lionel Ritchie.. Ich verstehe nicht warum die damals damit soviel Erfolg hatten? cu fibbo
- fibbo, minga, Deutschland, 02.06.2008
Mike Patton ist einfach ein großartiger Künstler und Lionel Richie ein schmieriger Schmalzsänger. Die Coverversion scheint mir eine Mischung aus drüber-lustig-machen und irgendwie doch zugeben, dass es ein anrührendes Lied ist. Man könnte es glatt deuten als kleine Hommage an alle Stücke, die man heimlich hört, weil sie einem eigentlich peinlich sind. So wie mir mal jemand erzählt hat, er hätte früher immer nur heimlich "Marliese" von Fischer Z gehört, weil man die nicht gut finden durfte als Punk.
- Marcel, Bielefeld, Deutschland, 30.04.2007
Ich finde beide Versionen klasse. Das Solo wurde bei Faith original umgesetzt (ist aber auch nicht allzu schwer)
Nur die Version von den Commodores wartet mit einer Comparation und einer weiteren Strophe auf. Für mich als Sängerin ist die Version daher einen Tick besser. Dann gefallen mir die Bläser auch gut.
- rocki, hagen, Deutschland, 06.02.2007
Das Original ist eindeutig besser!
- Markus, Kernen, Deutschland, 03.12.2006
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